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🐎 Leistungsrechner (HP)

Leistung für Hydraulikmotoren, Wellen und Motoren aus Drehmoment, Drehzahl, Förderstrom und Druck. Ergebnis in HP und kW.

Was ist dieses Werkzeug?

Horsepower ist eine Einheit, die jeder kennt und kaum jemand herleiten kann – in Deutschland begegnet sie einem bei Importmaschinen, Hydraulikaggregaten und US-Katalogdaten. Der Leistungsrechner deckt die drei häufigsten Fälle ab. Für eine rotierende Welle gilt HP = T · n / 5.252 mit dem Drehmoment T in lb-ft. Für einen Hydraulikmotor rechnet HP = (P · Q) / 1.714 mit dem Druck P in psi und dem Förderstrom Q in gpm. Für Fahrzeugmotoren vom Prüfstand gilt dieselbe Rotationsformel, sobald das Drehmoment an der Kurbelwelle bekannt ist. Alle Modi liefern das Ergebnis in Horsepower und Kilowatt.

T HP = T × RPM / 5252 1 HP = 745.7 W = 0.746 kW

Wer eine Wasserpumpe mietet, findet auf dem Typenschild die Leistung in HP – umgerechnet in kW lässt sich daraus ein Stromerzeuger dimensionieren. Wer einen Hydraulikmotor für ein Förderband auslegt, muss von Druck und Förderstrom auf die Leistung schließen. Die Zusammenhänge zwischen Drehmoment und Leistung zeigt ergänzend der Drehmoment-Rechner.

Wie es funktioniert

Jeder Modus wendet die Standardformel des jeweiligen Maschinentyps an. Der Rotationsmodus ist die mechanische Definition: Leistung ist Drehmoment mal Winkelgeschwindigkeit, wobei die Konstante 5.252 Umdrehungen pro Minute und lb-ft in Horsepower überführt. Der Hydraulikmodus startet von Druck mal Förderstrom – der pro Sekunde gelieferten Druckenergie – und wandelt psi·gpm mit der Konstante 1.714 in Horsepower um. Der Motormodus nutzt dieselbe Rotationsformel, akzeptiert aber auch Kilowatt als Eingabe, um DIN-, SAE- und metrische Angaben zu vergleichen.

ModusEingabenFormel (US)
Rotierende WelleDrehmoment (lb-ft), DrehzahlHP = T × RPM / 5252
HydraulikmotorDruck (psi), Förderstrom (gpm)HP = P × Q / 1714
Motor (metrisch)Drehmoment (N·m), DrehzahlkW = T × n / 9549

Eine schnelle Plausibilitätsprüfung: Eine Hydraulikpumpe mit 3.000 psi bei 10 gpm benötigt vor Pumpenverlusten etwa 17,5 HP. Ein Elektromotor mit 20 HP (15 kW) ist die nächstliegende Normgröße. Der Rechner liefert für Hydraulikmotoren zusätzlich die um den Wirkungsgrad korrigierte Abgabeleistung – tragen Sie den Motorwirkungsgrad ein, um die Wellenleistung statt der hydraulischen Eingangsleistung zu erhalten.

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Verwendung

  1. Wählen Sie den Modus: rotierende Welle, Hydraulikmotor oder Motor.
  2. Geben Sie Drehmoment und Drehzahl ein (bei Hydraulik: Druck und Förderstrom).
  3. Tragen Sie optional einen Wirkungsgrad für den Hydraulikmotor ein.
  4. Klicken Sie auf Berechnen, um Horsepower und Kilowatt zu erhalten.
  5. Vergleichen Sie das Ergebnis mit der nächstliegenden Normmotor-Größe.

Häufige Fragen

Warum steht in der Rotationsformel die Konstante 5.252?

Ein Horsepower entspricht 550 ft-lb/s. Drehmoment in lb-ft mal Drehzahl, geteilt durch 5.252, überführt die Arbeit pro Umdrehung in diese Leistungseinheit – die Konstante ergibt sich aus 550 × 60 / (2π) = 5.252,1.

Was ist der Unterschied zwischen Horsepower und Kilowatt?

1 HP = 745,7 W, ein Horsepower entspricht also etwa drei Vierteln eines Kilowatts. Europäische Maschinen sind üblicherweise in kW angegeben, amerikanische in HP. Der Rechner zeigt beide Werte, damit Sie Typenschilder direkt vergleichen können.

Warum braucht mein Hydraulikmotor einen größeren Elektromotor?

Weil Pumpe und Motor intern Verluste haben (Leckage und Reibung). Bei 90 % Pumpenwirkungsgrad und 90 % Motorwirkungsgrad benötigt der Elektromotor rund 1/0,81 = 1,23-mal die theoretische Hydraulikleistung.

Was ist der Unterschied zwischen Kurbelwellen- und Radleistung?

Die Kurbelwellenleistung wird am Prüfstand gemessen, die Radleistung an den Reifen. Getriebe, Antriebswelle und Radlager verbrauchen Energie – beim Auto typisch 10–15 %, bei Allradantrieb mehr.

Kann ich die Pumpenleistung ohne Wirkungsgrad berechnen?

Ja, Sie erhalten die theoretische Hydraulikleistung. Für die Elektromotorgröße teilen Sie durch den kombinierten Pumpen- und Motorwirkungsgrad – als erste Schätzung 0,85, danach mit den Typenschildwerten verfeinern.

Wie hängen Drehmoment und Leistung beim Auto zusammen?

Leistung = Drehmoment × Drehzahl / 5.252. Ein Motor mit 300 lb-ft bei 3.000 U/min leistet 171 HP; dasselbe Drehmoment bei 6.000 U/min ergibt 343 HP. Hohe Drehzahlen sind der Grund, warum Rennmotoren trotz mäßigem Drehmoment enorme Leistung bieten.

Tipps & Ratschläge

Die Leistungsangabe auf Motoren ist die mechanische Abgabe an der Welle; die elektrische Aufnahme aus dem Netz liegt wegen Motor- und Umrichterverlusten immer höher (typisch 85–92 %). Bei der Umrechnung von Förderstrom und Druck in Leistung gilt: Pumpe und Motor haben jeweils ihren eigenen Wirkungsgrad, der installierte Elektromotor muss also größer sein als die theoretische Hydraulikleistung. Prüfstandswerte werden an der Kurbelwelle gemessen; durch den Antriebsstrang fällt die Radleistung beim Auto typisch 10–15 % niedriger aus.

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Quellen & Referenzen

Zuletzt geprüft: August 2026.

  1. NIST — Leitfaden zum SI: Leistungseinheiten.
  2. SAE International — J1349 Standard zur Messung der Motorleistung.

Einschränkungen

Die Leistungsangaben dieses Rechners sind theoretisch. Reale Maschinen verlieren Leistung durch Reibung, Wärme und interne Leckage. Wenden Sie bei der Motorauslegung stets die Wirkungsgradkennlinien des Herstellers und die von Ihrer lokalen Elektrovorschrift geforderten Sicherheitsfaktoren an.

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